Unsere Leitlinien
Das Berliner Forum der Religionen vernetzt Religionsgemeinschaften in Berlin. Zentral sind für uns die Achtung von Religionsfreiheit, der Respekt vor dem Glauben der Anderen und das Wahrnehmen gemeinsamer Aufgaben.
Die bei Religion in Berlin beteiligten Gemeinschaften verpflichten sich zur Einhaltung unserer Leitlinien. Die Angebote werden von den Religionsgemeinschaften eigenständig durchgeführt, mit dem Berliner Forum gemeinsam evaluiert und in Rücksprache mit Lehrpersonen zielgruppengerecht angepasst. Seitens des Berliner Forums wird keinerlei Gewähr oder Haftung übernommen.
Leitlinien
Zielgruppengerecht vermitteln
Wir gestalten unsere Angebote altersstufengerecht für Schüler:innen. Religion und Kultur erklären wir immer im jeweiligen Zusammenhang. Dabei legen wir besonderen Wert auf erfahrungsorientiertes Lernen, zum Beispiel durch Entdecken, Beobachten, Nachfragen und gemeinsames Reflektieren. Die Vorbereitung und Evaluation der Angebote erfolgt in Kooperation mit Lehrer:innen und Pädagog:innen.
Religiös-kulturelle Integrität respektieren
Wir achten die Gewissens- und Glaubensfreiheit aller Beteiligten. Unsere Angebote sind religionskundlich ausgerichtet, das heißt: Wir informieren über Religionen, ohne zu überwältigen (Beutelsbacher Konsens). Wenn wir Innenperspektiven einbringen, machen wir diese klar als solche kenntlich. Bei rituellen Handlungen ist uns der Schutz der religiös-kulturellen Integrität besonders wichtig. Wir weisen darauf hin, dass Schüler:innen Rituale grundsätzlich in einer beobachtenden Rolle erleben. Eine aktive Teilnahme ist möglich, wenn ein/e Schüler:in der entsprechenden Tradition angehört und dies ausdrücklich wünscht.
Konfliktsensitiv handeln
Wir nehmen kulturelle, religiöse und weltanschauliche Unterschiede ernst und sprechen respektvoll darüber. Unsere Veranstaltungen sind kein Ort, um soziale oder politische Konflikte auszutragen oder zu verschärfen. Sollte es dennoch zu Spannungen kommen, gehen wir gemeinsam und lösungsorientiert damit um.
Diskriminierung wahrnehmen
Wir verweisen auf das Diskriminierungsverbot gemäß Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes und nehmen diskriminierende Äußerungen ernst. Wenn solche Situationen auftreten, setzen wir uns mit einer Fachstelle zur Ausführung weiterer Schritte in Verbindung.
Missbrauch für andere Zwecke verhindern
Im Rahmen unserer Projekte verzichten wir auf Werbung für religiöse, ideologische oder politische Positionen. Wir laden Schüler:innen nicht zur Zugehörigkeit zu einer religiösen oder weltanschaulichen Gruppe oder Institution ein.